Im Rahmen der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 09. November vor dem Wasserturm haben wir drei Statements verfasst und vorgetragen. Vielen Dank an alle die sich beteiligt haben.
Für mich bedeutet der 9. November, mir bewusst zu machen, wie kostbar Freiheit ist. Wenn ich an die Menschen denke, die für Demokratie, Gerechtigkeit und offene Grenzen gekämpft haben, bin ich dankbar. Aber Freiheit, Offenheit und Vielfalt sind bedroht. Die Ereignisse des 9. November erinnern uns daran, dass wir Mut brauchen – für andere einzustehen und Unrecht nicht zu übersehen. Damit Kahl bunt bleibt!
Für mich ist der 9. November ein Tag des Schmerzes und des Erinnerns. Ich denke an die jüdischen Menschen, die 1938 verfolgt, gedemütigt und ermordet wurden. Es macht mich traurig, dass so viel Hass möglich war – und dass auch bei uns heute Menschen wegen ihrer Herkunft ausgegrenzt werden. Lasst uns hinsehen, zuhören und uns einmischen, wo wir Unrecht in unserer Umgebung erkennen. Kahl ist bunt!
Der 9. November ist auch ein Tag der Hoffnung. Kahl bleibt bunt! Wenn ich an 1989 denke, an den Mut der Menschen, die Mauer zu überwinden, dann zeigt mir das: Veränderung ist möglich. Geschichte ist nicht nur Vergangenheit – sie lebt in dem, was wir heute tun. Der 9. November erinnert mich daran, dass wir alle Verantwortung tragen: für Frieden, für Menschlichkeit und für eine Zukunft, die offen bleibt.
